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Autor: Alexander

Einsichten / Aussichten 21.09.21

  • Ideen und Gedanken können sich wie Gefühle auch stumm übermitteln. Sie agieren dann weniger bildhaft und ihre substantielle Kraft wirkt zunächst nur am Rand. Sie rücken erst dann ins Zentrum vor, wenn die Krise da ist.
  • Die Kinder des Bürgertums gehen bis zum heutigen Tag aus kleinmütigem Überlebenswillen im kleinbürgerlichen Massenbetrieb auf, in dem sie keinen Platz fänden, würden sie nicht dienstbar. Mit substantiellen Ursprüngen füttern sie den seelenlosen Moloch und liefern sich ans Messer, anstatt ihr bürgerliches Erbe zu neuen Höhen zu führen – der persönliche Verlust von Ehre, Geist und Haltung führt nebenbei zu einer gesellschaftlich verheerend negativen Gesamtbilanz.
  • Mit dem akademischen Grad nehmen meist auch Verschlagenheit und Dreistigkeit zu.

Poetischer Eintrag 14.9.2021

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    Wehe    

Der Todesengel breitet seine schwarzen Schwingen

Als Drohgestalt kaum in der Ferne aus:

Da hört man allseits Requiems klingen,

Sieht Schreiner teure Särge bringen,

Trägt erste Leichen aus dem Haus.

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Nichts weckt mehr Lust in treuen deutschen Herzen,

Als mit der Welt in Harmonie zu sein:

Falls nötig, akzeptiert man dafür Schmerzen,

Nickt ernst zu zukunftsdüstren Scherzen.

Ja, selbst zum Tod sagt man nicht nein.

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Solch Demut hilft, des inszenierten Unheilsboten

Perfide Pläne klaglos zu erfüllen:

Bald tanzt das ganze Land nach seinen Noten,

Es wächst ein Berg von Seelentoten,

Die sich in banges Schweigen hüllen.

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Schamlos scharwenzelnd künden hörige Propheten,

Dass sich in Angst gut leben lässt:

Doch auch der fügsamsten Kometen

Und selbstvergessensten Proleten

 Harrt ein sinistres Abschiedsfest,

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Darin das Ich und freies Menschsein untergehen.

Soziale Knechtschaft winkt nun allen,

Außer den Köpfen, die dahinter stehen:

Den Trägern weltbeglückender Ideen,

Die sich im Spiel mit schwarzer Milch gefallen.

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Dies macht euch klar, eh abends ihr aus Tassen,

Schwarzsaure Milch auf Zuspruch trinkt:

Ihr seid von Gott und Welt verlassen,

Wenn Weltbeglücker derart hassen,

Dass alles Heil darin versinkt.

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copyright 2021 Alexander

Poetische Einträge: 8. September 2021

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Leitbilder

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Was ganz tief in dir birgt:

Wisse, Wahrhaftiger, daß es

Passend in dir erwacht,

Richtung zu weisen und

Wahrheit zu fügen.

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Laß jedoch ruhen,

Unseliger, es in den Tiefen,

Ehe du seiner bedarfst!

Niemals zur Unzeit

Sollst du‘s entbergen, denn:

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Gegen seine Bestimmung

Wild sich‘s erhebt,

Unstete Ziele verfügend,

Um in verspiegelter Hast

Wirren Tritt zu erzwingen.

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copyright 2021 Alexander Hans Gusovius

Poetische Werkstatt – 01.09.2021

 

Guter Rat

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Lass Einsamkeit dich nicht beträufeln,

Von Galle, die aus schwarzen Seelen fällt,

Fahr fort, an Fug und Recht zu zweifeln,

Wie sehr man dich auch hasst und abseits stellt.

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Gib gerne nach, wo Menschen selbstlos sind,

Spür dennoch weiter nach dem wahren Grund!

Mehr als man glauben mag, weht fauler Wind

Aus noch so edlem, ehrenwertem Mund.

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Doch Einsamkeit muss nicht von Übel sein!

Ohne den Pesthauch einer Welt voll Lügen

Atmest du freier, bist auch nicht allein:

Schmale Gesellschaft wird dir lang genügen.

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copyright 2021 Alexander Hans Gusovius

Gedicht der Woche 24.08.21

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Zwischenräume

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Das ist die Zeit jetzt wieder – Wahrheit spricht.

Entscheidend löst sich Augenblick von Augenblick

Ein Halt darin, ein Hauch von Sein und Zeit;

Es fährt wie Schnitter in das Korn Bewusstheit

In Ewigkeit und Ewigkeit – erhöht sich scharf.

Der Dichter sieht und leidet seines Blicks.

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Er sieht die Menschen in Versammlung eingebunden,

Gemeinde neuer Zeit, und stammelnd

Ergießt Kultur sich ihren niedern Stirnen;

Die heben kaum sich aus den Schultern vor.

Gesenkt die Augen, matt das Stroh des Haares,

Verlierend Worte noch scheinbaren Sinns.

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Er war wie sie und ist es ja nicht mehr.

Kann nichts mehr sagen, weil er

Einsam ist. Verlassen in der Gegenwart,

Geboren in die Zukunft, träumend das Vergangene,

Singt er die Lieder seines Seins.

Das ist jetzt seine Zeit – sein Sinn.

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Copyright:  Alexander Hans Gusovius 2021

Einsichten / Aussichten 13. Juli 2021

Die Impfpflicht kommt

Man hat seit ein paar Wochen das Gefühl, als trete das Corona-Gewese etwas auf der Stelle, als mache sich eine gewisse Ratlosigkeit seitens der staatlichen und halbstaatlichen Akteure breit. Die vermeintliche Inzidenz steckt beharrlich im Keller, die monumentalen Baerbock-Festspiele sind einer Posse um Geld, Geltung und Gänsegeschnatter gewichen, Laschet setzt sich langsam, aber sicher an die Spitze. Nichts rechtes ist mehr los im Land, der alte Trott scheint zurückzukehren, die selige Bundesrepublik wirkt noch nicht ganz erstorben. Selbst das EM-Aus der deutschen Kicker gestaltete sich seltsam unkonturiert.

Vielleicht hat man sich an die geschwätzige Planlosigkeit à la Löw, an die redselige Unlogik Marke Spahn sowie an die barocke Merkel’sche Infamie bzw. an jenen gefährlichen Cocktail aus verlorenem Weltrang, hohlem Geschwätz und intriganter Maßnahmen einfach nur gewöhnt und missdeutet den sommerlichen Unmoment insofern als Zeichen der Erlahmung. Nichts könnte falscher sein: In den kommenden Wochen bereits werden wir eine enorme Beschleunigung in Richtung Unfreiheit und Bevormundung erleben. Es ist nicht die Zeit nach der Wahl, auf die wir hofften oder die wir fürchten zu müssen glaubten, es ist die Zeit vor der Wahl, die wir als Ende unserer Hoffnungen zu fürchten haben.

Denn die erwartete Simulation von Ungezwungenheit um den herbstlichen Wahlgang herum ist in den Sommer vorverlegt worden. Der Griff an die Gurgel der Freiheit kommt nun schnell und entschieden, und im Zentrum der regierungsamtlichen Herbstoffensive steht die Impfpflicht, was man geflissentlich dementiert. Bis es soweit ist, dass man die weiter geleugnete Zwangsimpfung organisatorisch bewältigen und polizeilich exerzieren kann, verlegt man sich auf zusätzliche Entrechtung und Herabwürdigung derjenigen, die beim staatlichen Laborexperiment einer breitgefächerten Impfung mit ungenügend erprobten Stoffen nicht mittun mögen. Das mediale Getrommel setzt bereits ein, die Delta-Flagge flattert lustig im Wind, Frankreich ist auserkoren, den ersten Schritt zu machen.

Ächtung um jeden Preis, lautet die Devise, auf dass die furchtsame Mehrheit die Minderheit erdrücke. Der Gedanke dahinter ist, dass der künftige Wahlsieger, besonders im Fall von Laschet, fertige Verhältnisse vorfinden soll, die ihm keinen Ermessensspielraum lassen. Die totale Impfung wird gebraucht, um den digitalen Impfpass flächendeckend zu etablieren, der wiederum gebraucht wird, um den digitalen Klimastaat vorzubereiten und die marktwirtschaftliche Ordnung durch totale staatliche Kontrolle zu ersetzen. Um nichts weniger geht es bei dem ganzen weltverbessernden Zirkus, und daran soll so schnell wie möglich niemand mehr etwas ändern können. Uns bleibt das zweifelhafte Vergnügen, als Statisten an der beschleunigten Auslöschung unserer Freiheit mitzuwirken.

Scheitern wird das Ansinnen dennoch, wie alle gigantomanischen Pläne. Am Horizont flackern schon bedrohliche Störfeuer. Sei es, dass China den Dritten Weltkrieg riskiert oder Zündler wie Erdogan, Putin oder die Mullahs das globale Pulverfass in die Luft jagen, sei es, durchaus in Kombination damit, dass wir stracks in die Mutter aller Börsencrashs marschieren. Doch selbst ohne solche Abgründe zu betreten, werden die Verluste erheblich sein; weltweites, unermessliches Leid kommt Corona-gesteuert sowieso auf uns zu. Die pandorischen, von sich selbst berauschten Weltverbesserer kümmert das alles nicht.

Einsichten / Aussichten 7. Juli 2021

Karl Jaspers, Philosoph (1883-1969), wies jegliche transzendentale Einsicht des Menschen zurück und empfahl ihm, rein durch sein Menschsein der für ihn abstrakten Gottheit zu dienen. Bereits das Verkünden Gottes sei ein Herrscherakt.

Hier schimmert bereits das antiautoritäre, grün-totalitäre Ethos unserer Tage durch, hier finden die Moralkeulen der Gegenwart  wie Klima, Gendern, BLM usw. ihre Begründung. Indem man den Menschen auf seine biologischen Eckdaten festlegt und gar nicht so nebenbei die vom transzendentalen Fortschritt lebenden Mysterien zerstört, gelingt in der Folge kein transzendentaler Fortschritt mehr.

Es ist eine Götterdämmerung der besonderen Art, die da versucht wird: keine Befreiung von der Herrschaft der Mysterien bzw. ihrer Repräsentanten, sondern das gerade Gegenteil. Die egalitäre Knebelung der Individuen wird von einer neuen Fürstenkaste betrieben, deren Geschäft die lustvolle Unterdrückung des freien menschlichen Geistes und die diabolische Einkerkerung der menschlichen Natur ist.

Und so richtet sich  die Zerstörung auf religiösem Terrain ausschließlich gegen jüdisch-christliche Kontexte und Motive, weil in ihnen der Mensch metaphorisch auf sein Vollbewusstsein und damit auf jene Götterdämmerung vorbereitet wird, die zur eigentlichen Freiheit des Menschen führt. Die desavouierende Rede vom alten weißen Mann geht in Wahrheit gegen die christlich-jüdische Gottheit, in der diese Freiheit wie nirgends sonst inkarniert ist.

Einsichten / Aussichten 30. Juni 2021

  • In den archaischen Götterkulten opferte man Wertvolles, um ein gestörtes mystisches Gleichgewicht wiederherzustellen, etwa nach Missernten, Seuchen, Unwetter. Im Monotheismus ist Gott das große Gleichgewicht selbst, in dem alles geborgen liegt. Es kann nur noch durch Gebetsrituale oder Gottgefälligkeit auf den Menschen Anwendung finden. Anders gesagt: Wenn der Mensch die Welt als elementar bedrohlich erfährt, stellt er durch Opfer die Ordnung gefühlt wieder her. In einer Welt allgemeiner Gefügtheit richtet die Versenkung in Gott die Ordnung wieder ein. – Der Rückfall ins Archaische, weit hinter den Monotheismus zurück, ist im Corona- und Klimawahn unübersehbar. Freiheit und Wohlstand seien zu opfern, um in grünsozialistische Harmonien zu gelangen.
  • Quantenphysikalisch nachgedacht: Leben ist photonische Spiegelung der Materie in sich selbst, ist materielle Selbstdurchdringung, in der das Wesen der Materie zu ihrer Eigenschaft wird. Materie wäre demnach eine Art photonischer Selbstreflexion – und das Objekthafte der Materie würde im lebenden Körper zu einer grundsätzlichen Ausnahmesituation.
  • Das Prinzip der geistigen Zunahme und ansteigenden Dichte: Wenn im Verlauf der individuellen, singulären Sättigung ein bestimmter Grad von Anreicherung eintritt, entsteht Schwerwiegendes und gerinnt geistige Substanz zu unverrückbarer Tatsache.

Einsichten / Aussichten 23. Juni 2021

  • Tiere, die bei einem künstlichen Geräusch erschrecken, indem sie glauben, es sei natürlichen Ursprungs, werden einen Rest von Furchtsamkeit behalten, auch wenn sie die Quelle des Geräuschs entdecken. Zurecht, denn das faktische Aufscheinen eines Grundes zum Fürchten spricht stets für die Nähe realer Gefahr. – Entlang dieses Schemas funktioniert alle Naturphilosophie, jede Mystik und die chinesische Lehre von Nähe und Ferne.
  • Was sich in diesen Tagen, Wochen und Monaten vorbereitet, ist ein weiterer geistig-seelischer Lawinenabgang der historischen Gegenwart, mündend auch in schwere leibliche Versehrtheit. Bis es soweit ist, schweben täglich sanfte, scheinbar unschuldige, hohle Flöckchen hernieder und reichern das bedrohlich schwere Schneebrett bis zur kritischen Masse an.
  • Schwab, Gates, Zuckerberg u.a. sind zu Geld und Macht gekommene Kretins, deren geistiges Potential auf dem Niveau von aufgeweckten Kastanien liegt. Mit stupendem Fleiß und enormer Impertinenz haben sie sich ein adultes Imperium ersessen, dessen Glanz sie inzwischen sogar über sich selber täuscht. Wieviel Selbsterniedrigung und Devotion nötig war, um ihre blinden Schaufensterscheiben glitzern zu lassen, mag man sich gar nicht vorstellen. Mit unfassbarer Akribie und Perfidie machen sie selbst und die Hohlköpfe ihres Hofstaats sich nun daran, ihr malignes Mittelmaß  in strukturelle Tatsachen zu überführen. Kann das gelingen? Ganz gewiss! Es wird nur keine strukturelle Belastbarkeit daraus folgen. Wie jeder Spiegel kleinbürgerlicher Eitelkeit wird der Global-Reset-Plan zerspringen, sobald er in die gelebte Realität entlassen ist. Leider um den Preis auch der vitalen Gefährdung jener wenigen kostbaren Charaktere und exzellenten Geister, die sich dem sinistren Treiben verwehren. Das war noch jedesmal so und wird auch diesmal nicht anders sein.