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Autor: Alexander

Weiter denken: 23. Februar 2021

In Frankreich mehren sich die Chancen von Marine Le Pen, bei der nächsten Gelegenheit zur Präsidentin der Republik gewählt zu werden: das Unvorstellbare könnte wahr werden. Nicht nur in Frankreich, sondern überall in Europa. Man muss nicht lang darüber nachdenken, ob so etwas dann ein Ausweis politischer Exzellenz wäre oder vielmehr dem politischen Versagen der Gegenseite zuzurechnen.

Sollte es in Zukunft noch so etwas wie wirklich freie Wahlen geben, so viel erscheint klar, werden die simplen und simpelsten Botschaften der nationalen und nationalistischen Kräfte triumphieren. Keine schöne Aussicht. Allerdings stimmt die Alternative in Gestalt dessen, wovon wir heute schon täglich Vorformen erleben, ebenfalls nicht heiter. Egal wie – in der europäischen wie in der deutschen Bevölkerung steigt der nationalistische Pegel gewaltig an und verändert unsere Gesellschaften deshalb auch heute schon von innen her massiv. Niemand kann wissen, ob es überhaupt noch zu verhindern ist, dass sich das Angestaute in einen reißenden Strom verwandelt…

Die förmliche Unausweichlichkeit eines nationalistischen Erwachens, die sich in Frankreich jedenfalls ankündigt, wird nicht nur in Frankreich selbst, sondern überall in Europa die jetzt noch Regierenden darin bestärken, rechtsnationale Positionen und Personen noch mehr als bisher schon unwählbar zu machen, durch Verzerrungen und Manipulationen jeglicher Art, zuletzt auch der Wahlen selbst. So dass der totalitäre Schrecken, der auf diese Weise gebannt werden soll, durch die linke Tür Einzug hielte – und bereits hält.

Weiter denken: 16. Februar 2021

Armin Laschets Angriff auf die Kanzlerin ist hoffentlich strategisch gut eingebettet. Denn um Merkel jetzt, also noch vor der Bundestagswahl, zu stürzen, bedarf es besonderer Weitsicht, ausgeprägter Gnadenlosigkeit und eines Netzwerks aus Eingeweihten, die fähig sind, diskret und präzise zu arbeiten und ins konzertierte Risiko zu gehen. Sollte es an alldem fehlen, wird Merkel schnelle Schlüsse aus der dann nur auf Popularität zielenden Attacke ziehen und Laschet und jeden seiner Mitstreiter ihrerseits so gnadenlos abservieren, wie man es von ihr gewohnt ist. Die Bereitschaft zum Umsturz muss groß sein wie die Not, die den Umsturz unabwendbar macht. Soll der Coup gelingen, muss sich hinter Laschets biederer Miene ein Wolf verbergen.

Will das Land nicht komplett seine wirtschaftliche Zukunft und sein freiheitliches Gepräge einbüßen, ist der Zeitpunkt zum Putsch hinter den Kulissen jetzt gekommen. Die einzige Konzession wäre, Merkel ohne direkten Gesichtsverlust den scheinbar frei gewählten Rücktritt zu ermöglichen. Bleibt sie bis Herbst im Amt, führt sie Deutschland in den Abgrund. Hoffen wir, dass Laschet um all das und um seine Verantwortung weiß und imstande ist, die immer enthemmteren Zustände ihrem hochnotwendigen Ende zuzuführen.

Weiter denken: 10. Februar 2021

Die Würfel sind längst gefallen. Es wird keine Rückkehr zu den uns vertrauten, nicht einmal zu den in der Verfassung garantierten Lebensverhältnissen geben. Daran sind beileibe nicht nur diejenigen beteiligt, die erkennbar an einer perfiden Neufassung der Regularien und Lebenszusammenhänge (m)werkeln. Viel mehr Menschen webten und weben am Leichentuch der Verhältnisse: eigentlich wir alle.

Schuld daran ist unsere enorme Überdehnung der Lebensverhältnisse, die man kurz gefasst als Überhang von Ansprüchen ans Leben gegenüber der Bereitschaft, es substantiell auszufüllen, beschreiben kann. Anders ausgedrückt: es ist schon lange viel mehr gefordert als geleistet worden, es wurde weitaus mehr gewollt als gekonnt. Und zwar flächendeckend, privat wie öffentlich, politisch, wissenschaftlich, ethisch, künstlerisch und transzendent.

Aus diesem Missverhältnis von Wollen und Können, das im Wesentlichen ein elitäres Über-Bewusstsein zur Grundlage hat, wohlgemerkt in sämtlichen Bevölkerungsschichten, erwächst nun zu unserem Schrecken kein behutsames neues Austarieren, sondern ein neues, von Hass grundiertes Dürfen und Müssen – wie immer, wenn Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen, besetzen rohere Kräfte die Leerstelle als jene, die sie hervorbrachten.

Und so ist die Zeit der brachial simplen Botschaften angebrochen, vorerst; denn schon sind auch die Folterwerkzeuge der Unfreiheit zu erkennen, Ziel und Zweck aller Simplizität. Indem wir es unterließen, hinreichend große Anstrengungen zu unternehmen, das freie, komplexe Leben zu höherer Blüte zu bringen, schlichen sich die Hasser und Peiniger ins verödende Terrain.

Ohnedies ist ihnen keine Mühe zu groß, ihre Herrschsucht ins Bild zu setzen. Die Bilder behaglicherer Vergangenheit tangieren sie dabei kein bisschen, sie taugen ihnen allenfalls als konturierendes Gegenmodell für ihre marternden Pläne. Genau aus diesem Grund hat auch kein Verfassungsartikel vor dem Furor ihrer vermassenden Umgestaltungsideen Bestand. Im Gegenteil. Je individueller und unantastbarer etwas zu sein scheint, je mehr reizt es sie.

Machen wir uns daher auf einiges gefasst. An seelischer Monstrosität, Infamie und Niedertracht werden die kommenden Zeiten viel zu bieten haben. Auch an leiblicher Pein. Begreifen wir endlich, dass die Zeiten viel weiter fortgeschritten sind, als wir glauben. Verlassen wir uns vor allem nicht auf unsere individuellen Rechte, die unserer Nachlässigkeit wegen niemanden mehr zu schützen vermögen!

Es wird viel Einsatz brauchen, das verlorene Terrain zurückzugewinnen, einigen Mut und jede Menge guter Ideen. Je mehr wir von allem aufwenden, je eher wird die Rückkehr in ein Leben in Freiheit und Würde gelingen: anders als gewohnt zwar, doch uns als individuell so sehr begabten Menschen gemäß. Machen wir uns ans Werk!

Weiter denken: 3. Februar 2021

Es ist schon jetzt absehbar, dass die Corona-Notverordnungen in Klima-Notverordnungen umgewandelt werden. Und dann wird es endgültig richtig übel, was sich da vor bzw. über uns zusammenbraut. Möglichkeiten gibt es genug: totaler Wirtschaftscrash, Blackout über Tage und sogar Wochen inkl. Zusammenbruch der bürgerlichen Ordnung (wahlweise portionsweises Abwickeln der bürgerlichen Lebenswelten durch permanente Stromrationierung), verbissene Ökodiktatur (am wahrscheinlichsten), Revolten, Anarchie, Rechtsrevolution… Ganz weit vorn in der Verfertigung tiefsten Elends, das über uns hereinbrechen wird, liegen unübersehbar Merkel und von der Leyen, die unverhohlen am Umbau Deutschlands und Europas werkeln, letzteres wieder mal nach deutschem Vorbild, assistiert von einer willfährigen Presse, die mit ihnen auf orgiastische Weltverbesserung aus ist. Ob irgendwem dämmert, mit wieviel Dynamit da gespielt wird, bezweifle ich. Man ist so besoffen von der Mission wie einst die national Durchgeglühten, dass sie es erst merken, wenn uns der ganze Laden um die Ohren fliegt. Und da jetzt noch die USA mitmachen, geht es wirklich um den ganzen Laden.

Weiter denken: 27. Januar 2021

Faschismus und Kommunismus, die letzten großen Angriffe auf die Freiheit, wurden im Zeichen von Aufklärung und Vernunft gerade noch erfolgreich zurückgeschlagen. Die neuste Destruktion ist gegen deren freiheitlichen Impuls immun, sie fährt selber unter der Flagge von Aufklärung und Vernunft.

Die stärksten Säulen der Moderne büßen damit ihre Tragfähigkeit ein, das Ende fünfhundertjähriger, wissenschaftlich fundierter Neuzeit ist erreicht. Der nächste Schritt wird folglich in der Fortentwicklung und Überwindung zu eng gezogener Wissenschaft liegen: unter Beibehaltung vernünftiger, sachlicher Blickwinkel wird das Denken seinen Horizont erweitern und neue, bislang nur gefühlte Perspektiven eröffnen, die dem Denken neue Nahrung geben und neue Strukturen etablieren.

Es wird zu einer objektiven Subjektivität kommen, zu einer erkenntnistheoretischen Logik des Fühlens. Und aus Physik wird wieder Metaphysik, doch anders als gehabt: indem die Physik sich weiterentwickelt, um den Raum tatsachengeprüfter Metaphysik zu erobern. Allein dieses konstruktive neue Denken wird dazu führen, dass sich der Spuk der Gegenwart irgendwann auflöst wie Nebel im Sonnenschein.

Weiter denken – 20. Januar 2021

Der große Irrtum der Evolutionstheorie liegt in der angeblichen Entstehung und Entwicklung der lebenden Formen und Inhalte durch Zufall. Weitaus schlüssiger ist stattdessen, dass sie infolge von Wahrnehmungen entstehen und sich entwickeln und mal zu besseren, mal schlechteren Ideen führen, über die dann tatsächlich selektiv entschieden wird: gute Ideen bewähren und halten sich länger, schlechte haben kaum Bestand. Und wer hat die Ideen? Keine göttliche Allmacht, sondern die lebendigen Wesen selbst: als Individuen, doch auch als kollektiv Wahrnehmende. Es gibt mehr Wahrnehmung, als die dürftige Wissenschaft lehrt. Wir kodieren unsere Gene eigenständig, individuell wie als Gattung.

Weiter denken: 13. Januar 2020

1917 ist das Jahr der letzten Einfädelung einer weltherrschenden Vision: der materialistischen Religion des Diesseits. Sie lebt bis heute, wird wieder und wieder bemüht, inzwischen grellgrün eingefärbt – und aufgesaugt von den verschiedensten Strömungen, allerdings immer auf dasselbe hinauslaufend: Ansprüche formulierend, die allesamt in die totale, anonyme Macht des Kleinbürgertums münden. Die darauf aufbauende Herrschaft seelenloser Funktionäre ist auch schon das herausragende Anliegen der kommunistischen Ursprünge gewesen, als Reflex auf den industrialisierenden Umbruch und die Entwertung des Bauernstandes fünfzig Jahre zuvor. Und zur Unterstützung jener kalten Religion des Diesseits dienten und dienen die Lehren Darwins, Freuds und manch anderer Autoren bis heute.

Mittlerweile ist die in den aktuellen Vorbereitungen auf den Großen Reset wieder aufscheinende Vision längst kein Reflex auf einen Umbruch mehr, sondern nurmehr die Bestätigung von gesellschaftlichen Verschiebungen. Den umso virulenteren, uns alle in der Lebenstiefe und Daseinsbreite bedrohenden Spuk zu beenden, statt ihn zu erleiden, fehlt es an metaphysischer Unterstützung, in Gestalt einer vollbewussten, diesseitigen Erkenntnis des Jenseits und jenseitigen Erhellung des Diesseits. Denn allein dort, in einer neuerlichen Vertiefung der geistig-seelischen Grundtatbestände alles Menschlichen, ist die Rettung vor den extrem zerstörerischen, materialistischen Kräften zu finden, die gerade wieder in Anwendung gebracht werden.

Das Paradoxe daran ist: Wer diesen flagranten Kommunismus beenden will, muss erst den Kapitalismus transzendieren. Zu diesem Zweck sollte man den materialistischen Impuls beider besser nicht ächten, sondern nutzen. Schließlich ist der Mensch kein reines Geist- und Seelenwesen. Hier ein bisschen Kapitalismus, dort ein wenig Kommunismus schaden nicht und sind, in Maßen angewandt, durchaus praktikabel und gesund…

Weiter denken: 7. Januar 2020

Der erstarrte aufklärerische Glaube der Gegenwart an wissenschaftliche Allmacht erzeugt den Kontrapunkt der Großen Transformation, geknüpft an den Willen, jegliche Alternative auszulöschen. Ähnlich der Inquisition, die einst dem erstarrten Glauben an die Allmacht Gottes  zur Seite sprang, erschafft sich dieser neue Totalitarismus in seinem Glaubenseifer jede Menge Scheiterhaufen, ruft aber zugleich neue Sinnstifter auf den Plan, die dem inquisitorischen Spuk irgendwann ein Ende machen werden.

Jahreswechsel 2020/21

Ein neues Zeitalter kündigt sich an. Manche deuten die vorauseilenden Zeichen als eine Art himmlisches Gebot, Reue zu fühlen und Buße zu tun ob dem, was sie für sündhaft konsumierendes Treiben in Freiheit und Wohlstand halten – weshalb sie vermeinen, dass eine große Transformation in Gang zu setzen sei, an deren Ende jener große, streng sich bescheidende, sündenfreie Neustart unserer gesamten Lebensumstände zu stehen habe, der nur die ausnimmt, die am Gelingen der Transformation mitwirken. Einmal in Gang gesetzt, herrsche alsobald, tönt es wie von silbernen Glöckchen begleitet, globale Gerechtigkeit, umfassende Gesundheit, weltumspannender Frieden sowie eine Art ewigen antikapitalistischen Frohsinns.

Die Zeichen der Zeit, die von unserer Kanzlerin und nicht wenigen anderen solcherart sektenhaft fehlgedeutet werden, sagen indessen ganz anderes: dass wir ans vorläufige Ende gekommen sind mit unserer Weisheit (wofür die eingeschränkte Denkungsart der Kanzlerin der beste Beweis ist), dass wir unsere Sinnmitte aufgegeben haben und in 500 Jahren Aufklärung zwar vieles erreichten, aber eben auch in kleinmütiger Rationalität erstarrten, weshalb wir das große Werk der Aufklärung nicht mit neuen Inhalten oder Zielen  fortzusetzen vermögen. Von der göttlichen Sinnmitte, die im Verlauf von 500 Jahren abgetragen wurde, ist  nur noch ein aggressiver moralischer Mix übrig, der jeglicher Weitsicht entbehrt.

Im hier und jetzt beginnenden neuen Zeitalter wird es darauf ankommen, jene transzendentale Tiefensicht wiederzuerlangen, die einst im göttlich zentrierten Weltbild geborgen war. Denn erst aus ihr werden sich neue Ziele und Inhalte speisen. Dazu bedarf es einer grundlegend anderen Geisteshaltung, die weder in moralischer Aggression gründet noch auf Gottesfurcht baut. Es bedarf eines neuen Bewusstseins, das so fulminant neue Richtung weist und Potenziale ausschöpft wie einst der Impuls der Aufklärung, der uns die Materie durchdringen half.

Zu überwinden sind dazu die Gegensätze von Technik und Natur, Fühlen und Denken, Wachsein und Träumen, Zukunft und Vergangenheit, Realität und Kunst, Glauben und Wissen – sowie nicht zuletzt der Gegensatz von Gott und Mensch und der Gegensatz der Geschlechter. All diese Gegensätze sind nicht in Stein gemeißelt, sondern beruhen auf Sichtweisen, die unser Fühlen und Denken begrenzen. In Wahrheit sind sie nah verwandt und setzen enorme Kräfte frei, wenn sie als gleichgerichtet erkannt werden: Technik ist hochspezifizierte Natur, Denken ist hochdynamisches Fühlen, Wachsein ein hochrationales Träumen usw. usf.

Alles hängt mit allem zusammen und kann in eins gesetzt werden, wenn der Mensch jene uralten, früher Göttern oder Gott zugeschriebenen, transzendentalen Wirkmächte in sich entdeckt, wenn endlich der Gegensatz von Gott und Mensch aufgehoben ist. Auf diese Weise frei gesetzt, werden wir mit neuen Energiequellen und neuer Hochtechnologie bspw. nicht nur den Hunger besiegen, sondern auch eine wachsende Weltbevölkerung gut ernähren können und Freiheit und Wohlstand auch dorthin bringen, wo ihr Fehlen bisher der traditionelle Garant jeder Gewaltherrschaft ist. 

Was die Sektenanhänger samt Kanzlerin unterdessen vorantreiben, ist das krasse Gegenteil. Ihnen geht es um technische und wirtschaftliche Reduktion in erheblichem Ausmaß, was am Ende auch das Schrumpfen der Weltbevölkerung bedeuten muss, mit anderen Worten: den Tod oder das Existenzverbot von Abermillionen Menschen. Freiheit und Wohlstand sind für sie nur Chiffren menschlichen Umherirrens in den eingebildeten Abgründen von Kapitalismus und Konsum. Sie werden folglich, wenn wir sie lassen, den Rückfall in finsterste Zeiten von Untergebenheit und elitärer Gewalt einleiten.

Im neuen Jahr werden die Weichen dafür gestellt, wohin die Reise geht. Möge es ein gutes Jahr werden, das vielleicht dürftig beginnt, aber schon den Keim zu einer ganz anderen neuen Zeit in sich trägt, als die Kanzlerin und ihre Sektenanhänger im Sinn haben.

In diesem Sinn: auf ein frohes und fruchtbares 2021!

Weiter denken: 30.12.2020

Wir brauchen dringend eine Rückbesinnung auf göttlich-geistige Universalien, und zwar unter Einbeziehung der in den Menschen selbst verlagerten Wahrheit alles Göttlichen. Er bedarf, anders gesagt, einer transzendentalen Neubestimmung! Wobei wir das Göttliche, Übernatürliche in uns selbst dingfest machen müssen. Der Wildwuchs alles Materiellen, Technischen, der so gern propagiert wird, ohne wirklich stattzufinden, droht sonst geistige Wirklichkeit zu werden. Indem der tiefenreligiöse Impuls der westlichen Welt zu verlöschen beginnt, kann nur ein neuer, visionärer Schritt der bewussten Welterkenntnis und ihrer Zusammenhänge den Weg weisen.