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Poetischer Weihnachtsgruß zum 24.12.2021

 

Himmelsfahrt

 

Es ward wieder Weihnacht, ein Komet

Erschien im Norden, zog gen Westen

Und suchte unter uns die Besten,

Zu künden, wenn die Nacht vergeht,

Dass neuer Geist die Welt bewegt.

 

Kein kindlich Wesen war damit gesagt,

Doch starkes Selbstsein! Dass es lebe,

Und aus dem Seelenschlaf sich hebe,

In dem es allzu lange tief verzagt,

Klügelnd sich selber hinterfragt.

 

Aufzuerstehn, wie neugeboren,

Solch Welt der Zukunft froh zu dienen,

Zu springen aus den engen Schienen,

Darin das Selbst fast ging verloren:

Kaum einer fühlte sich dazu erkoren.

 

Die wenigen, die sich aufmachten,

Voll Wagemut und Leidenschaft,

Belohnte bald die stille Kraft,

Mit der sie fühlten, in eins dachten,

Und aus dem Kerker ihrer Zeit erwachten.

 

Ein selig Fest ist uns davon gegeben,

Voll Zuversicht, dass wir uns ganz gehören!

Wollt Treue jenem Selbstsein schwören,

Das einst als Kindlein trat in unser Leben,

Um nun in reinem Licht zu schweben.

 

© 2021 Alexander Hans Gusovius

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