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Poetischer Eintrag 26.10.2021

 

 

Moritat vom Michel

 

 

Es sehnt sich der treudoofe Michel

Schon wieder nach Hammer und Sichel?

Ein wenig wohl auch nach der Swastyka…

Doch ächtet solch Retro die Antifa!

 

Der geht er beseelt auf den Leim,

Salutiert rotem statt braunem Schleim.

Etwas modischer exaltiert sich sein Weib,

Trägt schwarz auf dem bleichen Leib!

 

Beider Glück gründet reinweg darin,

Im Tritt zu marschieren, gleichgültig wohin,

Und in den hohlsten Schablonen zu denken!

Bloß niemals die Schritte selber lenken!

 

Ja, so steht‘s um Micheline und Michel,

Um ihre Sehnsucht nach Hammer und Sichel,

Die ihnen so druckvoll aus allen Poren schwitzt,

Dass dazu noch Resthirn aus den Ohren spritzt.

 

Und ihr wahres Los unter Sichel und Hammer?

Den großen Versprechen folgt stets großer Jammer…

Die Sichel am Hals, den Hammer am Kopf:

So lebt man und stirbt man als treudeutscher Tropf!

 

 

Copyright 2021 alexander hans gusovius

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