Zum Inhalt

Einsichten / Aussichten 13. Juli 2021

Die Impfpflicht kommt

Man hat seit ein paar Wochen das Gefühl, als trete das Corona-Gewese etwas auf der Stelle, als mache sich eine gewisse Ratlosigkeit seitens der staatlichen und halbstaatlichen Akteure breit. Die vermeintliche Inzidenz steckt beharrlich im Keller, die monumentalen Baerbock-Festspiele sind einer Posse um Geld, Geltung und Gänsegeschnatter gewichen, Laschet setzt sich langsam, aber sicher an die Spitze. Nichts rechtes ist mehr los im Land, der alte Trott scheint zurückzukehren, die selige Bundesrepublik wirkt noch nicht ganz erstorben. Selbst das EM-Aus der deutschen Kicker gestaltete sich seltsam unkonturiert.

Vielleicht hat man sich an die geschwätzige Planlosigkeit à la Löw, an die redselige Unlogik Marke Spahn sowie an die barocke Merkel’sche Infamie bzw. an jenen gefährlichen Cocktail aus verlorenem Weltrang, hohlem Geschwätz und intriganter Maßnahmen einfach nur gewöhnt und missdeutet den sommerlichen Unmoment insofern als Zeichen der Erlahmung. Nichts könnte falscher sein: In den kommenden Wochen bereits werden wir eine enorme Beschleunigung in Richtung Unfreiheit und Bevormundung erleben. Es ist nicht die Zeit nach der Wahl, auf die wir hofften oder die wir fürchten zu müssen glaubten, es ist die Zeit vor der Wahl, die wir als Ende unserer Hoffnungen zu fürchten haben.

Denn die erwartete Simulation von Ungezwungenheit um den herbstlichen Wahlgang herum ist in den Sommer vorverlegt worden. Der Griff an die Gurgel der Freiheit kommt nun schnell und entschieden, und im Zentrum der regierungsamtlichen Herbstoffensive steht die Impfpflicht, was man geflissentlich dementiert. Bis es soweit ist, dass man die weiter geleugnete Zwangsimpfung organisatorisch bewältigen und polizeilich exerzieren kann, verlegt man sich auf zusätzliche Entrechtung und Herabwürdigung derjenigen, die beim staatlichen Laborexperiment einer breitgefächerten Impfung mit ungenügend erprobten Stoffen nicht mittun mögen. Das mediale Getrommel setzt bereits ein, die Delta-Flagge flattert lustig im Wind, Frankreich ist auserkoren, den ersten Schritt zu machen.

Ächtung um jeden Preis, lautet die Devise, auf dass die furchtsame Mehrheit die Minderheit erdrücke. Der Gedanke dahinter ist, dass der künftige Wahlsieger, besonders im Fall von Laschet, fertige Verhältnisse vorfinden soll, die ihm keinen Ermessensspielraum lassen. Die totale Impfung wird gebraucht, um den digitalen Impfpass flächendeckend zu etablieren, der wiederum gebraucht wird, um den digitalen Klimastaat vorzubereiten und die marktwirtschaftliche Ordnung durch totale staatliche Kontrolle zu ersetzen. Um nichts weniger geht es bei dem ganzen weltverbessernden Zirkus, und daran soll so schnell wie möglich niemand mehr etwas ändern können. Uns bleibt das zweifelhafte Vergnügen, als Statisten an der beschleunigten Auslöschung unserer Freiheit mitzuwirken.

Scheitern wird das Ansinnen dennoch, wie alle gigantomanischen Pläne. Am Horizont flackern schon bedrohliche Störfeuer. Sei es, dass China den Dritten Weltkrieg riskiert oder Zündler wie Erdogan, Putin oder die Mullahs das globale Pulverfass in die Luft jagen, sei es, durchaus in Kombination damit, dass wir stracks in die Mutter aller Börsencrashs marschieren. Doch selbst ohne solche Abgründe zu betreten, werden die Verluste erheblich sein; weltweites, unermessliches Leid kommt Corona-gesteuert sowieso auf uns zu. Die pandorischen, von sich selbst berauschten Weltverbesserer kümmert das alles nicht.

Published inAllgemein

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: