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Einsichten / Aussichten 7. Juli 2021

Karl Jaspers, Philosoph (1883-1969), wies jegliche transzendentale Einsicht des Menschen zurück und empfahl ihm, rein durch sein Menschsein der für ihn abstrakten Gottheit zu dienen. Bereits das Verkünden Gottes sei ein Herrscherakt.

Hier schimmert bereits das antiautoritäre, grün-totalitäre Ethos unserer Tage durch, hier finden die Moralkeulen der Gegenwart  wie Klima, Gendern, BLM usw. ihre Begründung. Indem man den Menschen auf seine biologischen Eckdaten festlegt und gar nicht so nebenbei die vom transzendentalen Fortschritt lebenden Mysterien zerstört, gelingt in der Folge kein transzendentaler Fortschritt mehr.

Es ist eine Götterdämmerung der besonderen Art, die da versucht wird: keine Befreiung von der Herrschaft der Mysterien bzw. ihrer Repräsentanten, sondern das gerade Gegenteil. Die egalitäre Knebelung der Individuen wird von einer neuen Fürstenkaste betrieben, deren Geschäft die lustvolle Unterdrückung des freien menschlichen Geistes und die diabolische Einkerkerung der menschlichen Natur ist.

Und so richtet sich  die Zerstörung auf religiösem Terrain ausschließlich gegen jüdisch-christliche Kontexte und Motive, weil in ihnen der Mensch metaphorisch auf sein Vollbewusstsein und damit auf jene Götterdämmerung vorbereitet wird, die zur eigentlichen Freiheit des Menschen führt. Die desavouierende Rede vom alten weißen Mann geht in Wahrheit gegen die christlich-jüdische Gottheit, in der diese Freiheit wie nirgends sonst inkarniert ist.

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