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Weiter denken – 27. April 2021

Im autistischen Raum: Druck entsteht oben unter der Hirnschale, nimmt zu, verteilt sich über die Schläfen hin zu den Nasenflügeln, die spürbar an den Nasenrücken anschließen. Alles ist Rauschen, fühlbar liegt das Gehirn in seiner knöchernen Wanne und arbeitet in blitzartigen Sprüngen und Schüben, lichthell. Die Außenwelt dringt in Bildern und Lauten, wie nahe bei einem Wasserfall, nur mühsam durch und greift zugleich die Hirnsubstanz an. Dumpfes Dröhnen unterlegt jede Wahrnehmung und jeden Denkvorgang, bis Denken zur reinen Wahrnehmung, zur Wahrnehmung an sich wird. Irgendeine vermittelnde Instanz scheint aufgehoben, der Nacken versteift sich. In diesem Zustand wird man zu einer pendelnden Uhr, man vermag die Welt zu denken, indem sie sich über die Wahrnehmung ungeschützt mitteilt. Die anfänglichen Schübe und Sprünge des Hirns werden zu rasenden, taumelnden Bahnen- und Schleifenfahrten, zu elliptischen Kreisbewegungen in hoher Zahl.

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