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Weiter denken: 16. Februar 2021

Armin Laschets Angriff auf die Kanzlerin ist hoffentlich strategisch gut eingebettet. Denn um Merkel jetzt, also noch vor der Bundestagswahl, zu stürzen, bedarf es besonderer Weitsicht, ausgeprägter Gnadenlosigkeit und eines Netzwerks aus Eingeweihten, die fähig sind, diskret und präzise zu arbeiten und ins konzertierte Risiko zu gehen. Sollte es an alldem fehlen, wird Merkel schnelle Schlüsse aus der dann nur auf Popularität zielenden Attacke ziehen und Laschet und jeden seiner Mitstreiter ihrerseits so gnadenlos abservieren, wie man es von ihr gewohnt ist. Die Bereitschaft zum Umsturz muss groß sein wie die Not, die den Umsturz unabwendbar macht. Soll der Coup gelingen, muss sich hinter Laschets biederer Miene ein Wolf verbergen.

Will das Land nicht komplett seine wirtschaftliche Zukunft und sein freiheitliches Gepräge einbüßen, ist der Zeitpunkt zum Putsch hinter den Kulissen jetzt gekommen. Die einzige Konzession wäre, Merkel ohne direkten Gesichtsverlust den scheinbar frei gewählten Rücktritt zu ermöglichen. Bleibt sie bis Herbst im Amt, führt sie Deutschland in den Abgrund. Hoffen wir, dass Laschet um all das und um seine Verantwortung weiß und imstande ist, die immer enthemmteren Zustände ihrem hochnotwendigen Ende zuzuführen.

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