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Gedanke der Woche: 28. Oktober 2020

In Bayern, meldet heute der Focus und beruft sich dabei auf den Merkur, habe ein Labor große Probleme mit den ausgewerteten Corona-Tests. „Dort seien reihenweise falsch-positive Ergebnisse geliefert worden. Erst bei Nachprüfungen sei die Panne aufgefallen. 58 von 60 Tests wären falsch gewesen.“  Offenbar handelt es sich um keinen Einzelfall. „Auch andere Labore hätten Schwierigkeiten, wegen Personalmangels und fehlender Reagenzien in der gewohnten Qualität zu testen.“

Unterdessen bereitet die Regierung drastische Einschnitte ins freie Leben der Bürger und Geschäfte vor, während, wieder laut Focus, mehrere Ärzteverbände, die knapp die Hälfte aller niedergelassenen Ärzte in Deutschland repräsentieren, davor warnen, die wissenschaftlich uneinheitlich basierten Inzidenzwerte für weitere Maßnahmen heranzuziehen: „Wir erleben bereits die Unterlassung anderer dringlicher medizinischer Behandlungen, ernstzunehmende Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen durch soziale Deprivation und Brüche in Bildungs- und Berufsausbildungsgängen, den Niedergang ganzer Wirtschaftszweige, vieler kultureller Einrichtungen und eine zunehmende soziale Schieflage als Folge.“

Bringt man das raunende Corona-Gewese à la „Unheil“ und „Heimsuchung“ der Kanzlerin damit in Verbindung, und vermehrt es um die dauerhysterischen Einlassungen des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach („Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“), dann ahnt man, in welche Klemme wir zusehends geraten: besser gesagt in einen Schraubstock, dessen Backen aus scharfen Beschwörungen und fanatischer Konsequenz bestehen. Wo da das Unheil wohnt und wer uns da heimsucht, muss man sich nicht lang fragen.

Imaginiert man eine Sekte, die Visionen von Untergang und Verderben pflegt, Angst und Schrecken kultiviert und alles erstickt, das nach Mäßigung ruft, kommt man der Realität offenbar ziemlich nahe. Was noch fehlt? Eine unantastbare Führer*in, deren Botschaften zunehmend von Güte und Zorn, von Abscheu und Zuwendung getragen wären, umgeben von einem hohepriesterlichen Rat samt Gesandten, die ihre hochweisen Botschaften exekutieren und das Land im Bemühen, ein tugendreiches, sittenstrenges Gemeinwesen zu errichten, wie es der Führer*in vorschwebt, auspressen, bis dieser flagrante, gelebte Wahnsinn eines Tages zum geistigen und physischen Totalzusammenbruch führt.

Aber so etwas wäre, übersetzt in die Wirklichkeit, natürlich nur ein schlechter Traum. Mögen wir nicht bald schon darin aufwachen…

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