Zum Inhalt

Mein Gedicht der Woche: Zwölfte Sendung

.

Spurensuche

.

Wo abends Frosch und Ente quarren

Bei jenem Dorfe zwischen Seen

Wo alte Bootsanleger knarren

Wo Schilf wiegt, wenn sacht Winde wehen

Dort spürst du noch den Hauch der Zeit

Der uns so schmerzlich fehlt – Vergangenheit.

.

Im Wald ein Rauschen alter Bäume

Gesumm und Surren, spätes Sommerlicht

Berühren und betrüben dich wie Träume

Von fern, wenn deine Seele Wahrheit spricht.

Hier spürst du noch den Hauch der Zeit,

Der uns so schmerzlich fehlt – Vergangenheit.

.

Doch lässt du Wald und See einmal zurück

Und sprichst von dem, was du gesehen.

Wie schwer wird dir der Menschen Blick

Der sagt, dass sie dich nicht verstehen.

In diesem Blick, unnahbar, eitel, hart

Liegt alle Zukunftsdüsternis – der Gegenwart.

.

.

copyright 2020 Alexander Hans Gusovius

Published inAllgemein

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: