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Monat: Februar 2020

Mein Gedicht der Woche – siebte Lieferung

Warnung

Sie war ein so feines Instrument

Das dachte:

Bald kommt er, auf mir zu spielen. –

Doch kam wer?

War jemals nur einer

Von ferne zu sehen?

Sie war ein so feines Instrument,

Und weinte.

Niemand kam auf ihr zu spielen…

Bei alledem blieb sie sanft und zart

Sang sehnsuchtsvoll weiter Paminas Part

Von Männern, welche Liebe fühlen.

Und sah doch nur Männlein, bedeckte Gestalten

Und kannte bald all die versteckten Gewalten

Von Spielern, die ihre Triebe kühlen.

Da gab sie das Warten, das Suchen auf

Und spielt endlich sich selbst:

Wie glutvoll erklingt ihr entfesseltes Sehnen!

Wie seelenvoll singt sie von vergossenen Tränen!

Sie sucht so ihr schmerzvolles Schicksal zu mildern –

Und lebt doch wie je in gekünstelten Bildern…

copyright 2020 Alexander Hans Gusovius

Mein Gedicht der Woche – sechste Lieferung

 

Die Liebende

 

Liebe hielt sie stets umfangen,

Männerliebe. Immer gebend

Wollte sie ihr Opfer sein.

Scheinbar ruhig, heiter lebend,

Schaute sie das Werk der Diebe

Und brach in sich selber ein.

 

Kälte überfiel sie mehr und mehr,

Kälte überfiel sie bald so sehr,

Dass sie zitternd, kaum mehr fragend,

Niemals klagend,

Überging in jene Sphären,

Die dem Alter Tod gewähren.

 

Schönheit ist ihr junges Los,

Blasse, zarte Schönheit,

Überwirklich groß.

Und in Qual, Entsagung, Arbeit,

Gibt der Tod ihr lang Bedenkzeit,

Den gelebten Todesstoß.

 

 

copyright Alexander Hans Gusovius 2020

Mein Gedicht der Woche (Fünfte Sendung)

 

Über dem Schall

Horch in die Töne der Zeit

Sie erklingen

Versteckt

Doch für jeden vernehmbar.

 

Sie verfliegen

Geschwind

Auf silbernen Schwingen

Ins Licht der ewigen Kreise…

 

Horch hin!

Und schau auf:

Die Töne der Zeit

Silbern leise…

Mein wöchentliches Gedicht (Teil 4)

Morgendämmerung im Tal

Kehrt ihr nun wieder: Dunkle Tage

Die einstmals sich dem jugendlichen Blick gezeigt?

Kehrt wieder jene schwarze Frage

Nach Sinn und Recht – und Einsamkeit?

Ist jetzt mein Herz in kalter Klage

Erneut von aller Lust befreit?

 

Sind graue Nebel, fahles Grün

Mir wieder Zeichen meines Lebens?

Geht Sommerzeit zu Winterzeit?

Ist Zukunft gleich Vergangenheit?

Kann durch die Reife meines Strebens

Ich nicht der Dunkelheit entfliehn?

 

Wohin wird sich mein Schicksal wenden?

 

Doch sieh – der Nebel weicht,

Dort auf den Bergen senden

Sich erste Strahlen stillen Höhn!

Senken sich nieder – und nun blenden

Das Auge sie!

 

Die Sorgen gehn

Im sanften Licht dahin.

Doch meine Fragen stehn

Im Gegenlicht.

Adieu Hoffenheim

Mitunter kommt es im Leben zu überraschenden Situationen, mitunter führen die Lebenswege in unerwartete Richtungen. So auch bei mir. Und so heißt es heute, liebe Fans der TSG und Leser des Hoffenheimblogs, die ihr mir im Laufe vieler Jahre sehr ans Herz gewachsen seid, leider für mich Abschied nehmen, denn der Hoffenheimblog schließt seine Pforten! Der Hoffenheimer Fußball indessen geht natürlich weiter, wie gestern zu eurer großen Freude geschehen.

Ich wünsche euch in Zukunft noch viele ähnlich erfreuliche Momente! Bleibt leidenschaftlich in der Sache und maßvoll im Ausdruck – und bewahrt bei allem und jederzeit eine kritisch-konstruktive Haltung. Macht’s gut und habt Dank für alles, Euer Alexander H. Gusovius