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Alexander Hans Gusovius Posts

Mein Gedicht der Woche – sechste Lieferung

 

Die Liebende

 

Liebe hielt sie stets umfangen,

Männerliebe. Immer gebend

Wollte sie ihr Opfer sein.

Scheinbar ruhig, heiter lebend,

Schaute sie das Werk der Diebe

Und brach in sich selber ein.

 

Kälte überfiel sie mehr und mehr,

Kälte überfiel sie bald so sehr,

Dass sie zitternd, kaum mehr fragend,

Niemals klagend,

Überging in jene Sphären,

Die dem Alter Tod gewähren.

 

Schönheit ist ihr junges Los,

Blasse, zarte Schönheit,

Überwirklich groß.

Und in Qual, Entsagung, Arbeit,

Gibt der Tod ihr lang Bedenkzeit,

Den gelebten Todesstoß.

 

 

copyright Alexander Hans Gusovius 2020

Mein Gedicht der Woche (Fünfte Sendung)

 

Über dem Schall

Horch in die Töne der Zeit

Sie erklingen

Versteckt

Doch für jeden vernehmbar.

 

Sie verfliegen

Geschwind

Auf silbernen Schwingen

Ins Licht der ewigen Kreise…

 

Horch hin!

Und schau auf:

Die Töne der Zeit

Silbern leise…

Mein wöchentliches Gedicht (Teil 4)

Morgendämmerung im Tal

Kehrt ihr nun wieder: Dunkle Tage

Die einstmals sich dem jugendlichen Blick gezeigt?

Kehrt wieder jene schwarze Frage

Nach Sinn und Recht – und Einsamkeit?

Ist jetzt mein Herz in kalter Klage

Erneut von aller Lust befreit?

 

Sind graue Nebel, fahles Grün

Mir wieder Zeichen meines Lebens?

Geht Sommerzeit zu Winterzeit?

Ist Zukunft gleich Vergangenheit?

Kann durch die Reife meines Strebens

Ich nicht der Dunkelheit entfliehn?

 

Wohin wird sich mein Schicksal wenden?

 

Doch sieh – der Nebel weicht,

Dort auf den Bergen senden

Sich erste Strahlen stillen Höhn!

Senken sich nieder – und nun blenden

Das Auge sie!

 

Die Sorgen gehn

Im sanften Licht dahin.

Doch meine Fragen stehn

Im Gegenlicht.

Adieu Hoffenheim

Mitunter kommt es im Leben zu überraschenden Situationen, mitunter führen die Lebenswege in unerwartete Richtungen. So auch bei mir. Und so heißt es heute, liebe Fans der TSG und Leser des Hoffenheimblogs, die ihr mir im Laufe vieler Jahre sehr ans Herz gewachsen seid, leider für mich Abschied nehmen, denn der Hoffenheimblog schließt seine Pforten! Der Hoffenheimer Fußball indessen geht natürlich weiter, wie gestern zu eurer großen Freude geschehen.

Ich wünsche euch in Zukunft noch viele ähnlich erfreuliche Momente! Bleibt leidenschaftlich in der Sache und maßvoll im Ausdruck – und bewahrt bei allem und jederzeit eine kritisch-konstruktive Haltung. Macht’s gut und habt Dank für alles, Euer Alexander H. Gusovius

Mein wöchentliches Gedicht (3)

DER GLÜCKLICHE

Die Welt wird wahr

Ihr Schleier fällt

Und nichts behält

Seine Gestalt.

Wie lange war ich blind und taub und stumm.

Wie lange fuhr selbst ich geschäftig in der Welt herum!

Und bleib nun stehen.

Und zitternd ahne ich und schrecklich mahnet mich

Dass mir was nicht sein darf geschehen.

Im Unumgrenzten Unbedingten

Liegt aller Wahrheit Augenblick

Wer einmal Mensch und Welt enthüllt gesehen

Kehrt in die Welt der Menschen nie zurück.

Das wöchentliche Gedicht 1

 

ANFANG

Die Kunst ist tot, und niemand

Kann sie mehr beleben

Der letzte Künstler

Ist schon lange fort. Doch neben

Das Grab der Künste

Treten Wort und Sinn.

Und weisen

Künstlerisch verbunden,

Uns auf das Kind

Der Künste hin.

 

Wöchentliche Kolumne

Was ich noch zu sagen hätte? Das gibt es jetzt wöchentlich zu lesen in meiner Kolumne bei schlaglichter.aut – Einfälle, Gedanken, Kommentare über Gott und die Welt sowie den alltäglichen Sinn und Unsinn… Einfach folgende Adresse kopieren und eingeben: https://www.schlaglichter.at/author/a-gusovius/

Moral (13. März 2017)

Kants moralische Gewissheit? Nur zu erklären, indem man die Direktionalität von Vergangenheit und Zukunft tauscht. Fest verankerte Moral ist allein verstehbar im „hin zu“, nicht im „weg von“.

HYSTERIE schadet nur…

Die hysterischen Anti-Trump-Wellen, die derzeit durchs Land rollen, sind doppelt verfehlt: Erstens deshalb, weil man an der US-Wahl ohnehin nichts ändern kann. Und offenbar berauscht man sich zweitens, indem man in den Anti-Trump-Dauermodus schaltet. Man will sich selbst und anderen damit eine intakte Welt und Weltsicht suggerieren – und verhält sich doch wie ein Spiegelbild dessen, den man kritisiert. Hysterie und Anti-Hysterie werden zum heulenden Grundton unserer Zeit. Nicht gut…